1. Mauro Saviola

     

     

    Mauro Saviola ist viel mehr als ein erfolgreicher Unternehmer: Er ist vor allem ein Mann, der an die Kraft seiner Ideen geglaubt und sie mit Beharrlichkeit so lange verfolgt hat, bis er sie verwirklicht sah. Eine Geschichte von Leidenschaft und wichtigen Intuitionen, in der sich die beruflichen Fähigkeiten und die Ereignisse des Lebens mit einem durchgehenden roten Faden verwebt haben: der grenzenlosen Liebe zum Holz.

  2. Das Jahr, in dem alles beginnt

     

     

    Die Brüder Angelo und Mauro Saviola gründen zusammen mit Dino Del Ton das Unternehmen Sadepan in Viadana, das Spanplatten produziert. Am Abend des 30. Juli 1963 wird die erste Platte mit der Marke Sadepan hergestellt. Eine Vereinbarung mit dem österreichischen Unternehmen Hiag über den Ankauf von Leim mit Ausschließlichkeitsrecht ermöglicht es Sadepan, den Preiskampf mit seinen Konkurrenten zu gewinnen, die unter den monopolistischen Preisen der multinationalen Leimhersteller zu leiden hatten.

  3. Die melaminbeschichtete Spanplatte

     

     

    Intuition, Kreativität, Mut. Dank dieser Eigenschaften gelingt es Mauro, die Bedürfnisse der Möbelhersteller vorwegzunehmen: In einem schnell wachsenden Markt werden vorgefertigte Halbfertigteile benötigt. Nach erheblichen Investitionen in Forschung und Entwicklung beginnt die Produktion von melaminbeschichteten Platten. Die Umsätze beginnen, sich zu verdoppeln.

  4. Die Chemie als Partner des Holzes

     

     

    Die Anlage zur Herstellung von Formaldehyd und Harnstoffleimen beginnt zu arbeiten. Sadepan setzt die Herausforderung an die Riesen der Chemie fort, macht sich unabhängig und besteht auf einer Logik der integrierten Produktion.

  5. Die Melaminplatte

     

     

    Steine, Marmor, Textilien, aber vor allem Holz. Die Platte beginnt sich zu bekleiden und erstrahlt dank der Kombination von Dekopapieren und Oberflächenbearbeitungen in neuem Licht. Hierdurch entstehen mehr und mehr echte Alternativen zur Verwendung von herkömmlichen Materialien. Für uns sind sie die „Neuen Originale“.

  6. Mauro steht allein am Steuerrad

     

     

    Es sind die Jahre der Eröffnung mehrerer Werke – darunter der strategische Betrieb in Mortara (PV), der im Laufe der Jahre zum überwiegenden Produktionsstandort für Melaminplatten mit hoher Wertschöpfung wird – und der Akquisition von Wettbewerbsunternehmen. Saviolas Pioniergeist ist nicht leicht zu akzeptieren, die Risiken sind hoch und so befindet sich Mauro 1983 schließlich allein am Steuerrad. Er ist nun frei, seinen Unternehmergeist voll zum Ausdruck zu bringen und macht aus Sadepan den Marktführer in Italien und zu einem der wichtigsten Unternehmen in Europa in den Branchen, in denen die Gesellschaft tätig ist.

  7. Die erste kontinuierliche Presse

     

     

    Die Installation der ersten kontinuierlichen Presse markiert einen wichtigen Meilenstein in der industriellen Entwicklung. Dank der neuen Technologie erleben wir einen großen Sprung vorwärts in Bezug auf Produktivität, insbesondere größere Mengen und weniger Ressourcenverschwendung, bei gleichzeitiger Beibehaltung der Qualität und Produkthomogenität.

  8. Die ökologische Spanplatte

     

     

    Mauro sieht eine nachhaltige Zukunft. Ziel ist es, eine Spanplatte aus 100% recyceltem Holz herzustellen. Ein futuristisches Projekt, das mit Misstrauen aufgenommen wird und enorme wirtschaftliche Anstrengungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung erfordert. Schließlich wird dem Markt die ökologische Spanplatte vorgestellt: Eine Platte, die aus üblicherweise als Abfall angesehenen Materialien hergestellt wurde. Dies ist der Beginn der Kreislaufwirtschaft und es beginnt eine neue Ära: die des öko-ethischen Unternehmens.

  9. Es entsteht der Mauro Saviola Konzen

     

     

    Ende der 90er Jahre begann sich die von Mauro geführte lose Unternehmensgruppe als Konzern herauszubilden: es entsteht der Mauro Saviola Konzern. Die Übernahme der Gesellschaft Nuova Rivart in Radicofani, ein auf die Verarbeitung von Kastanienholz spezialisiertes Unternehmen, ermöglicht die Herstellung von MDF-Platten und von Tannin, das für die Ledergerbung benötigt wird. Es entstehen die Unternehmen Sitapan und Sitech, die sich auf die Herstellung von Halbfertigteilen für die Möbelindustrie, von Kanten und Oberflächen spezialisieren und damit beginnen, in Italien mit den wichtigsten Akteuren der Möbelbranche zusammenzuarbeiten. Im Jahr 1997 wird auch das Ziel erreicht, 100% der Produktion auf ökologische Spanplatten umzustellen. Von diesem Moment an wird kein Baum mehr für die Herstellung einer Saviola-Platte gefällt.

  10. Die LEB-Spanplatte

     

     

    In der Zwischenzeit wird daran gearbeitet, die Formaldehyd-Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Es entstehen die LEB- und IDROLEB-Platten, Produkte mit hervorragender Leistung und den niedrigsten Emissionen auf dem Markt. Ab Beginn des neuen Jahrtausends garantiert der Mauro Saviola Konzern, dass 100% seiner Plattenproduktion aus Rohstoffen entsteht, die ansonsten den Abfalldeponien zugeführt worden wären. Durch das weit verzweigte Netz von Ökoholz-Zentren sammelt der Konzern Post-Consumer-Holz in Italien und im Ausland.

  11. Composad: Ein neues Leben für das italienische Design

     

     

    Dieses Unternehmen vollendet die vertikale und horizontale Integration und schließt den Kreislauf von Chemie, Holz und Möbeln ab. Composad fertigt Bausatzmöbel, die Schönheit, Funktionalität und nachhaltige Entwicklung unter einen Hut bringen. In nur wenigen Jahren erlangt das neue Unternehmen eine führende Rolle im internationalen Panorama der Möbel im Baukastensystem.

  12. Alessandro übernimmt das Steuer

     

     

    Im Jahr 2009, zu Beginn der größten Wirtschaftskrise seit der Nachkriegszeit, verstirbt Mauro. Alessandro, der älteste Sohn von Mauro, übernimmt die Leitung des Konzerns. Im Jahr 2011 wird die Strategie zur Bewältigung der Krise in Form einer komplexen Unternehmensreorganisation umgesetzt, die ein vereinfachtes Ressourcenmanagement, einen flexibleren Produktionsprozess und eine Reduzierung der Verschwendungen ermöglicht.

  13. Trendcor: Die Kreativitäts-Drehscheibe in Frankfurt am Main

     

     

    Die Aufmerksamkeit für das Design wird immer wichtiger. Der Konzern verlegt sein technisch-kreatives Labor nach Frankfurt – im Herzen Europas, insbesondere in dem Land, in dem seine Hauptkonkurrenten tätig sind – und investiert in neue Fachkräfte. In Trendcor wird nach Inspiration und nach neuen ästhetischen Details gesucht. Hier nehmen – dank eines originellen Prozesses der Ko-Kreation mit den Kunden – die Oberflächen, die auf die Platten aufgebracht werden und die wir später in Wohnungen, Geschäften und Hotels vorfinden, Gestalt an.

  14. Synchronisierte Porenverteilung

     

     

    Der Konzern verbindet erneut Design und Innovation und stellt dem Markt seine synchronisierte Porenverteilung vor: Eine perfekte Übereinstimmung zwischen dem Dekorbild und der Oberflächentextur, die durch den Einsatz anspruchsvoller elektronischer und mechanischer Technologien erreicht wird. Die ökologische Alternative zu Echtholz. In der Zwischenzeit werden die internationalen Märkte durch das Entstehen wichtiger Geschäftspartnerschaften in Asien weiter durchdrungen.

  15. Es entsteht Saviolife

     

     

    Es entsteht Saviolife, eine neue Geschäftseinheit, die sich den Biowissenschaften widmet, von der Landwirtschaft über die Viehzucht bis hin zur Ernährung. Ziel ist es, erneut die Möglichkeit zu schaffen, eine nachhaltige und innovative Alternative zu wählen: die öko-ethische Alternative.